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"Kann ich als einzelner die Gesellschaft verändern? Ich kann nicht nichts und ich kann nicht alles, aber ich kann soviel, wie ich kann, und dieses, was ich kann, wird von mir selbst und von allen anderen dringend gebraucht."
(Thea Bauriedl, München)

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  • Sehen. Verstehen. Handeln
    Tipps für viele Situationen
    [Flyer] (1 MB)
  • Für mehr Infos: Broschüre zum Projekt
    [Broschüre] (1,7 MB)
  • Immer dabei: Die Notfallkarte
    [Notfallkarte] (129 KB)
  • Wie mutig bin ich selbst?
    [Checkliste] (16 KB)

Anfänge

Sicherheit im öffentlichen Raum

Die Sicherheit im Öffentlichen Raum ist ein Dauerthema im Kreis der Kommunalen Kriminalprävention in Esslingen, wo Verwaltung, Polizei und verschiedene Initiativen vertreten sind.

Aus der Erkenntnis, dass dazu vor allem auch der Mut der Bürgerinnen und Bürger notwendig ist und die Ordnungsmacht allein Sicherheit nicht gewährleisten kann, enstand 2007 die Projektgruppe Zivilcourage.

Menschen aus ganz verschiedenen Bürgergruppen fanden sich zusammen, um zu überlegen, was sie beitragen können, damit Zivilcourage in Esslingen stärker in das öffentliche Bewusstsein gelangt und immer mehr Bürgersich trauen anderen beizustehen, wenn sie Hilfe benötigen. In einer Atmosphäre der Toleranz, des Interesses für die Mitmenschen und der Aufmerksamkeit gäbe es für Aggression und Gewalt weniger Raum. 

Dass dies nicht von heute auf morgen gelingt, sondern langfristige und auch langwierige Arbeit und Engagement verlangt, war allen bewusst. "Politik bedeutet ein starkes, langsames Durchbohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich." Dieses Zitat des berühmten deutschen Nationalökonomen und Soziologen Max Weber, trifft auch den Kern des Engagements für mehr Zivilcourage.

Grundlagen für die Arbeit in der Öffentlichkeit

Zunächst einmal erarbeitete die Gruppe eine Informationsbroschüre, in der sie ihre Vorstellungen, Ideale und Ziele beschrieb. In einem kleinen, handlichen Format "Sehen. Verstehen. Handeln!" fasste man kurze Tipps über Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten in Streit- oder Gefahrensituationen zusammen.  Eine Notfallkarte, so groß wie eine EC-Karte, enthält alle wichtigen Telefonnummern für den Notfall.

Im Juni 2009 war es soweit, das Projekt Zivilcourage wurde der Öffentlichkeit vorgestellt:

Samstag, 13. Juni
Rätselhafte Gestalten mit grünen Tüten auf den Köpfen sind in der Esslinger Innenstadt unterwegs. Mal erscheint eine solche Gruppe auf dem Marktplatz, dann in der Küferstraße oder in der Bahnhofstraße. Mit dem Ton einer schrillen Trillerpfeife werden die Tüten auf- und nach einer Weile wieder abgesetzt. 

Die Tütenaktion symbolisiert das weit verbreitete wegschauen und weghören, wenn andere belästigt oder bedrängt werden.  In Gesprächen mit Passanten wurde die Initiative Zivilcourage vorgestellt und gleichzeitig wurden  die Bürgerinnen und Bürger eingeladen zur großen Auftaktveranstaltung in der Bahnhofstraße am Samstag, 20. Juni 2009.

Samstag, 20. Juni
In der Bahnhofstraße ist eine Bühne aufgebaut, gegenüber befindet sich der Informationsstand der Initiative Zivilcourage mit ihrem Hasensymbol.  Die Band Subway Session eröffnet mit ihrem Sound die Veranstaltung. Im Hintergrund zu sehen ist eine schwarze Leinwand die offensichtlich etwas verbirgt.

Manuel Soubeyrand, der Intendant der Württembergischen Landesbühne, ist Schirmherr der Esslinger Zivilcourage Hasen. Er moderiert das Programm des Tages. Der Oberbürgermeister enthüllt nach seinem Grußwort die sechs Meter breite und zwei Meter hohe Graffitiwand, die von Esslinger Graffiti Künstlern zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Rohräckerschule gestaltet wurde.

Welche Gefahren lauern können zeigten Mitglieder des Ensembles der WLB ganz drastisch, und wie fies Mobbing sein kann, war Thema der Theatergruppe der Burgschule. Die Schüler und Schülerinnen zeigten aber auch, was man dagegen tun kann. Den Abschluss bildeten die "Kids for Kids".